Wie verbringe ich meine letzten Tage hier in der Stadt?
Als Fußball-Weltmeister lässt es sich gut leben :-) So werde ich hier immer wieder beglückwünscht. Mein Lieblings-Erlebnis war letzte Woche im Bus. Ich fuhr mit Dorothee und zwei Besuchern im Bus zum Sprachheilzentrum. Der Bus war so voll, dass ich keinen Sitzplatz bekam und stehen musste. Ich hielt mich an einer Stange fest, die direkt an den hinteren Sitzplätzen, die von einigen Omas belegt waren, festgemacht ist. Eine der Omas erfasste die Gelegenheit und streichelte mich vorsichtig über den Arm. "Ist die aber weiß und hat so schöne Haut", sagte sie zu ihren Freundinnen. Diese beäugten mich neugierig und fingen an über mich zu reden. Als dann ein Sitzplatz bei den Omas frei wurde, nahm ich Platz und wir kamen ins Gespräch. Dass ich auch Deutschland komme, fanden sie recht klasse und gratulierten mir zum WM Erfolg.
Meinem Stamm-Frisör habe den letzten Besuch abgestattet. "Bitte aber nur ganz wenig abschneiden", sagte ich der Frisörin. "Jaja, das weiß ich doch", sagte sie und schnitt mir in einem Atemzug ganze 7 cm ab. So ist das hier, die Leute sagen oft "jaja" und machen dann einfach was sie wollen. Irgendwie spiegelt das die Kultur ganz gut wieder.
In meinen letzten Tagen hier gibt es auch immer wieder "erste Male". Beispielsweise haben wir seit vier Jahren zum ersten Mal im Sommer keine Kakerlaken in der Wohnung! Wäre das nur zuvor auch so gewesen!
Mein erstes Abschiedsgeschenk habe ich auch schon bekommen. Der fünfjährige Jiawang schenkte mir gemeinsam mit seiner Mama eine Kiste mit sechs wunderschön geschmückten Äpfel :-)
| Das erste Abschiedsgeschenk |
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