Vor zwei Wochen hatte mich eine Erkältung außer Gefecht
gesetzt, so dass ich erst am vergangenen Freitag meine erste Zugreise zu den
Sprachheilzentren antreten konnte. Ich fuhr mit dem Schnellzug in den Süden der
Provinz um das kleine Sprachheilzentrum von Frau Gong und Herr an zu besuchen.
Sie betreuen und unterrichten 6 hörbehinderte Kinder in ihrer eigenen Wohnung.
Es ist also eine Schule in Miniformat.
Zwei Mütter und ein Großvater waren gekommen um um die
Unterstützung von Global Team zu bitten. Die Verhältnisse von dem fast
vierjährigen Wenjun hatten mich besonders bewegt. Er hat noch zwei ältere Brüder,
und um die ganze Familie ernähren zu können arbeiten seine Eltern an der Küste.
Traditionell würden die Eltern des Vaters auf die drei Jungen aufpassen, doch
der Großvater ist verstorben, die Großmutter hatte einen Schlaganfall. Nun
versorgt der Großvater mütterlicherseits die drei Kinder. Seine Frau ist im
vergangenen Jahr verstorben…nun ist er sozusagen alleinerziehender Großvater,
und das mit drei Jungs im Alter von 4-8 Jahren!
Es hat mich gefreut, dass ich allen drei Familien unsere
Unterstützung zusagen konnte. Im Juni werde ich die Kinder im Süden wiedersehen
und bin schon gespannt auf ihre Fortschritte.
Morgen geht’s mit dem Langstreckenzug über 7 Stunden in den
Westen der Provinz. Dort werden wir ein Sprachheilzentrum besuchen und ich
werde nochmals die Lehrerschulung, die ich schon im Dezember hier in der Stadt
gehalten habe, halten.
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