Donnerstag, 20. Februar 2014

Ein Lächeln anstatt Tränen

Foto: China: Diese Woche beginnt nach den Winterferien wieder der Unterricht an den Sprachheilzentren. Derzeit besuchen unsere Mitarbeiter alle sieben Zentren und die Taubstummenschule, an denen wir hörbehinderte Kinder unterstützen. Eine unserer Mitarbeiterinnen berichtet: 

"Heute war ich zu Besuch in dem Sprachheilzentrum, in das die viereinhalbjährige Jingyao geht. Ich hatte schon etwas Bammel vor dem Besuch, denn letztes Jahr ging es Jingyao beim Schulbeginn gar nicht gut. Ihre Eltern sind taubstumm und geben das Mädchen während der Schulzeit ins Internat am Sprachheilzentrum. So sieht Jingyao ihre Eltern nur in den Ferien. Das macht für sie den Wechsel von Unterricht und Ferien oder Ferien und Unterricht immer schwierig. Ich erinnere mich gut, wie ich sie im vergangenen Jahr einen halben Tag lang in den Armen hatte. Sie weinend und ich ratlos. Wie erklärt man einem Kind, das kaum hören und sprechen kann, dass es in den nächsten Ferien seine Eltern wiedersieht? So blieb mir nichts anderes übrig, als sie in den Armen zu halten und mit Zuneigung zu trösten. 

Für meinen Besuch heute hatte ich schon schlimmstes erwartet. Wie würde es Jingyao wohl dieses Jahr zum Schulanfang gehen? Die Viereinhalbjährige überraschte mich mit einem Lächeln und einer herzlichen Umarmung. Keine Spur von Tränen. Das freute mich. Wie es scheint gewöhnt sie sich nun langsam an den Wechsel und an die Trennung von ihren Eltern. Sie begrüßte mich sogar mit einem - zwar sehr undeutlichem - "Hallo Lehrerin". Es freut mich sehr zu sehen, dass sie Fortschritte macht."
Heute war ich zu Besuch in dem Sprachheilzentrum, in das die viereinhalbjährige Jingyao geht. Ich hatte schon etwas Bammel vor dem Besuch, denn letztes Jahr ging es Jingyao beim Schulbeginn gar nicht gut. Ihre Eltern sind taubstumm und geben das Mädchen während der Schulzeit ins Internat am Sprachheilzentrum. So sieht Jingyao ihre Eltern nur in den Ferien. Das macht für sie den Wechsel von Unterricht und Ferien oder Ferien und Unterricht immer schwierig. Ich erinnere mich gut, wie ich sie im vergangenen Jahr einen halben Tag lang in den Armen hatte. Sie weinend und ich ratlos. Wie erklärt man einem Kind, das kaum hören und sprechen kann, dass es in den nächsten Ferien seine Eltern wiedersieht? So blieb mir nichts anderes übrig, als sie in den Armen zu halten und mit Zuneigung zu trösten.

Für meinen Besuch heute hatte ich schon schlimmstes erwartet. Wie würde es Jingyao wohl dieses Jahr zum Schulanfang gehen? Die Viereinhalbjährige überraschte mich mit einem Lächeln und einer herzlichen Umarmung. Keine Spur von Tränen. Das freute mich. Wie es scheint gewöhnt sie sich nun langsam an den Wechsel und an die Trennung von ihren Eltern. Sie begrüßte mich sogar mit einem - zwar sehr undeutlichem - "Hallo Lehrerin". Es freut mich sehr zu sehen, dass sie Fortschritte macht.


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