Gestern hatte ich seit langem einmal wieder ein "Aha-Erlebnis".
Nun arbeite ich schon seit September im Patenschaftsprogramm mit und durchlebe immer wieder Höhen und Tiefen. Am Anfang war ich mir nicht sicher wie meine Sprachkenntnisse mitspielen würden, denn ich muss regelmäßig mit Lehrern und Eltern kommunizieren, und diese können eben kein Deutsch oder Englisch. Auch war ich mir unsicher, wie mich die Lehrer und Eltern akzeptieren würden. Denn sind wir mal ehrlich, wenn ein stotternder Ausländer vor einem steht, nimmt man ja eher seine Defizite wahr, oder?
Und tatsächlich war es dann auch so, am Anfang haben mir oft noch die richtigen Worte gefehlt, oder ich wurde schräg beäugt. Doch ich hab mich nach und nach in die Materie reingewurschtelt.
Und gestern dann hatte ich ein geniales Erlebnis. Meine Sprachkenntnisse wachsen mit meinem Aufenthalt hier und so war ich nun endlich in der Lage ein recht tiefgründiges Gespräch mit einer Lehrerin und einer Mutter zu führen. Ich konnte meine Gedanken und Ideen äußern, Tipps weitergeben, Ratschläge abwägen und mein Mitgefühl zeigen. Total genial!
Es tut richtig gut nützlich zu sein :-)
Übrigens, noch was anderes. Heute war ich das erste Mal seit zwei Monaten (!) im "Windpocken-Zentrum" zu besuch. Vergangene Woche war das letzte Kind erkrankt und von den Eltern abgeholt worden. Hoffen wir, dass es nun keinen Vorfall mehr gibt.
Ich kann euch nicht sagen, wie sehr sich die Kinder über unseren Besuch gefreut haben. Schreiend vielen sie mir in die Arme. Das war richtig schön. Die Lehrer waren etwas irritiert über die Gefühlsausbrüche ihrer Schüler, aber das zeigt nur, dass auch hörbehinderte Kinder jede Knuddel-Einheit benötigen ;-)
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| Egal wie heiß es ist, knuddeln geht immer! |

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