Gestern bin ich nun in unsere Wohnung zu Elke gezogen. Als Abschied von meiner Gastfamilie unternahmen wir einen ganzen Marathon an Ausflügen.
Am Freitag Abend lud ich die Familie zum Pizzaessen ein. Da sie sich strikt geweigert hatten Geld für meinen Aufenthalt bei ihnen zu nehmen, war die Einladung eine kleine Geste um meinen Dank auszudrücken. Pizza kann man hier tatsächlich essen gehen, allerdings ist es etwas sehr exklusives was nicht jeder Einheimische macht oder sich leisten kann. Auch für meine Gastmutter war es das erste Mal in einer Pizzeria.

Nach dem Essen bummelten wir noch durch die belebete Fußgängerzone und schauten uns die Geschäfte an. Als Abschiedsgeschenk bekam ich einen Sommenschirm, den hier jede Frau mit sich rumträgt um ja nicht braun zu werden. Weiß ist nämlich angesagt. Und da die Sonne oft stechend heiß ist, kann man den Schirm gut gebrauchen.

Am Samstag Morgen fuhren wir zum Nachhilfe-Treff der Gastmutter. Sie ist dort die Leiterin. Die Kinder warteten alle sehr gespannt auf mich und waren total aufgeregt. Einige trauten sich kaum mich anzusprechen, andere rückten mir bis wenige Zentimeter auf die Pelle, um mich genau betrachten zu können. Die Kinder hatten englische Sätze einstudiert, die sie mir vortrugen. Einige sangen auch einheimische Opernstücke und tanzten. Ich brachte den Kinder drei deutsche Spiele bei. So waren "Karotten ziehen", "Zublintzeln" und "Katz und Maus" auch bei einheimischen Kindern der Renner.

Nach dem Mittagessen ging es dann zum Friseur. Auf einer Massageliege liegend bekommt man dort die Haare gewaschen und den Kopf samt Genick und Gesicht massiert. Das ganze dauerte 30 Minuten und benötigte 5 verschiedene Öle und Shampoos, die mir auf die Haare aufgetragen und wieder abgespült wurden. Heute hab ich gewaltigen "Kopfhautkater".Nachmittags fuhren wir dann in den Erlebnispark mit großem Schwimmbad. Leider war das Wasser warm wie in einer Badewanne, so war es kaum eine Erfrischung. Dennoch machte es Spaß mal nicht im Schweiß gebadet zu sein, sondern in Wasser.
So ging also mein letzter Tag bei der Familie zu Ende. Gerne denke ich an viele eindrückliche und skurrile Erlebnisse zurück.

So kam eines Abends "Wetten dass?" im einheimischen Fernsehprogramm. Thomas Gottschalk wurde auf die einheimische Sprache übersetzt. Meine Gasteltern fanden besonders den Auftritt von Peter Maffay gut.
Auch das einheimische Badezimmer hatte mich zu Beginn überrascht. So ist einfach ein Loch im Boden als Toilette und die Dusche ist ohne Duschwanne oder -vorhang mitten im Badezimmer. So wird gleich alles mitgereinigt wenn man duscht.
Von einem Abenteuer geht es gleich in das nächste. Morgen werde ich für sechs Tage nach HK reisen. Dort bin ich zu einer Konferenz/Schulung der Partnerorganisation eingeladen. Die Reise bestreite ich alleine, habe aber alles gut von Uwe erklärt bekommen: ich nehme ein Taxi zum Hotel an dem der Bus zum Flughafen abfährt, dann fahr ich mit dem Bus zum Flughafen, dann bin ich 1,5 Stunden in der Luft, dann nehme ich den Bus bis zur Grenze und nochmals den Bus nach der Grenze, der dann hoffentlich am Hotel hält. Dort werde ich um 14 Uhr erwartet.Ich freue mich, wenn ihr in den nächsten Tagen besonders an mich denkt!
2 Kommentare:
Hallo Sarah,
die o.g. Spiele kenn nicht mal ich alle :-D
Schön, dass du den Leuten immer wieder eine Freude bereiten konntest.
Hoffe, die Anreise zum Seminar hat reibungslos geklappt.
Glückwunsch zur neuen Wohnung ;-)
Bis zur nächsten Videokonferenz!
An- und Rückreise haben prima geklappt. Danke für drandenken!
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